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Frag den Oberbürgermeister – Über das neue Zentrum Bauen und Wohnen

Nach der Sommerpause hieß es am vergangenen Freitag wieder „Frag den Oberbürgermeister“ in der Brigitte-Reimann-Stadtbibliothek. Zur ersten Runde im zweiten Halbjahr gab es dieses Mal eine themenbezogene Gesprächsrunde, zu der Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh Gäste mitgebracht hatte. Mit dabei waren Kathrin Schlesinger, Geschäftsführerin der Lautech GmbH, sowie ihre Mitarbeiter Alexander und Sven Ronatschk. Sie stellten den Gästen ihr neuestes Projekt, das Zentrum Bauen und Wohnen, vor.

Wer ab und zu im Kaufland Hoyerswerda seinen Wocheneinkauf erledigt, hat sich vielleicht schon einmal gefragt, was es mit der Renovierung der alten Halle auf dem Parkplatz auf sich hat. Genau hier entsteht das neue Zentrum Bauen und Wohnen der Lautech GmbH.

Das Zentrum Bauen und Wohnen soll Unternehmen dabei unterstützen, neue Baukonzepte und Materialien zu entwickeln, innovative Fertigungs- und Sanierungslösungen zu erproben, Forschungsergebnisse praxisnah nutzbar zu machen und Ideen bis zur Marktreife zu bringen, erklärte Kathrin Schlesinger in ihrem Vortrag. Unternehmen aus der Lausitz erhalten hier Zugang zu moderner Forschungsinfrastruktur, ohne dafür den Umweg über die Großstädte gehen zu müssen. Gleichzeitig trifft regionales Unternehmertum auf deutschlandweite Forschungsexpertise.

Alexander Frank hatte einige Beispiele mitgebracht, um den Gästen anschaulich zu zeigen, woran genau geforscht wird und was man sich unter innovativen Baustoffen vorstellen kann. So konnte das Publikum einige der Materialien selbst in die Hand nehmen, fühlen und sich ein Bild davon machen, wie solche neuen Baustoffe aussehen können.

Ein Beispiel ist Nutzhanf, der unter anderem als Wärmedämmung eingesetzt werden könnte. Extrem stark gepresster Hanf könnte sogar die heute gängigen Rigipsplatten ersetzen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Stoffen aus der Natur und der Frage, was sich mit ihnen alles umsetzen lässt.

Dabei stellte Kathrin Schlesinger auch klar, dass die Lautech selbst keine eigenen Produkte herstellen möchte. „Wir haben kein eigenes Produkt. Wir arbeiten mit Unternehmen zusammen“, betonte sie. Und weiter: „Wir sind nicht das Betonwerk 4.0. Die Lautech entwickelt Produkte und Verfahren. Der Herstellungsprozess geht in die Wirtschaft.“

Wer jetzt neugierig geworden ist und sich das Ganze einmal selbst anschauen möchte, bekommt schon bald die Gelegenheit dazu. Kathrin Schlesinger lud alle Gäste herzlich zum Tag der offenen Baustelle am 16. September 2026 ein. Dort kann man einen Blick hinter die Kulissen werfen und sich selbst ein Bild davon machen, was im neuen Zentrum Bauen und Wohnen entsteht.

Kathrin Schlesinger erklärt den Gästen, worum es beim Zentrum Bauen und Wohnen geht.